Um den Veränderungen in den Geschäftsprozessen von Unternehmen Rechnung zu tragen, trat 2014 der modernisierte Ausbildungsberuf „Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement" in Kraft. Dieser führt die bisherigen Ausbildungsberufe im Bürobereich zu einem neuen attraktiven Ausbildungsberuf zusammen und ersetzt diese.

Mit jährlich ca. 28.000 Neuabschlüssen ist er derzeit Deutschlands zweithäufigster Ausbildungsberuf, der branchenübergreifend und in verschiedensten Unternehmensgrößen zur Fachkräftesicherung bereitsteht. Außerdem ist er eine perfekte Einstiegsmöglichkeit für alle, die ihre berufliche Karriere mit einer breit und solide angelegten kaufmännischen Basis starten möchten - sei es in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst.

Der neue dreijährige Ausbildungsberuf enthält insgesamt 10 Wahlqualifikationen, mit denen die Betriebe entsprechend ihrem Leistungsprofil flexibel ausbilden können. Nicht jeder Betrieb muss alle Wahlqualifikationen abbilden können. So können z. B. auch kleinere Betriebe durch die Setzung der richtigen Schwerpunkte eine vollwertige Ausbildung anbieten. Eine der nicht gewählten Wahlqualifikationen kann unter bestimmten Voraussetzungen als Zusatzqualifikation geprüft werden.

Die Wahlqualifikationen sind am Lernort Betrieb zu vermitteln. Zwei davon sind vom Betrieb zu wählen bzw. eine weitere kann von leistungsstarken Auszubildenden als Zusatzqualifikation gewählt werden. Diese sind:

  • Auftragssteuerung und –koordination
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
  • Einkauf und Logistik
  • Marketing und Vertrieb
  • Personalwirtschaft
  • Assistenz und Sekretariat
  • Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement
  • Verwaltung und Recht (für den öffentlichen Dienst vorgesehen)
  • Öffentliche Finanzwirtschaft (für den öffentlichen Dienst vorgesehen)

Der betriebliche Ausbildungsplan sollte für jede Wahlqualifikation einen Zeitraum von 5 Monaten vorsehen.

Am Lernort Schule werden die nachfolgenden 13 für alle identischen Lernfelder vermittelt, nach betrieblichen Wahlqualifikationen kann hier nicht differenziert werden:

  • Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren
  • Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren
  • Aufträge bearbeiten
  • Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen
  • Kunden akquirieren und binde
  • Werteströme erfassen und beurteilen
  • Gesprächssituationen gestalten
  • Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
  • Liquidität sichern und Finanzierung vorbereite
  • Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern
  • Geschäftsprozesse darstellen und optimieren
  • Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren
  • Ein Projekt planen und durchführen

Hinzu kommt allgemeinbildender Unterricht in Deutsch, Englisch, Sozialkunde, Religionslehre/Ethik.

 

Stundentafeln

Den Lehrplanrichtlinien liegen die folgenden Stundentafeln zugrunde:

Einzeltagesunterricht 1,5 Tage  1 Tag 1 Tag
Fächer  Jgst. 10  Jgst. 11  Jgst. 12
Allgemeinbildender Unterricht      
Religionslehre  1  1 1
Deutsch  1  1  1
Sozialkunde  1  1  1
       
Fachlicher Unterricht      
Englisch 1 1 1
Büromanagementprozesse  4  2  2
Kaufmännische Steuerung und Kontrolle  2  2  2
Geschäftsprozesse und Kommunikation  5  1  1
       
Summe 15 9 9

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie auf den Seiten der IHK.

Kontakt

Berufsschule II Rosenheim | Wittelsbacherstr. 16 A | 83022 Rosenheim | Tel.: 08031 2168-0 | Fax: 08031 2168-49 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!