Wie läuft das Referendariat generell ab?

Wir Referendarinnen und Referendare, die Lehrerinnen und Lehrer für wirtschaftswissenschaftliche Fächer an beruflichen Schulen werden wollen, absolvieren hier an der Staatlichen Berufsschule II Rosenheim – eine von fünf Seminarschulen im Regierungsbezirk Oberbayern – das erste Jahr des Vorbereitungsdienstes. Wir verfügen alle über ein abgeschlossenes Studium als Diplom-Handelslehrerinnen und -lehrer (Erstes Staatsexamen) und haben bereits im Vorfeld berufliche Erfahrungen im Rahmen einer Berufsausbildung und/oder in Form von Praktika bzw. Berufstätigkeit gesammelt. Im zweiten Jahr unseres Referendariats wechseln wir an eine Einsatzschule in Bayern, an der wir bis zu 16 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht halten werden. Die Berufsschule II Rosenheim ist ebenfalls Einsatzschule. Eine Betreuungslehrerin begleitet die Referendare im zweiten Jahr. Der Vorbereitungsdienst endet nach zwei Jahren mit dem Zweiten Staatsexamen.

 

Der erste Arbeitstag – Die Vereidigung

Die Vereidigung entspricht dem ersten Arbeitstag. Wir wurden über unsere Rechte und Pflichten im Referendariat aufgeklärt und haben unseren Schwur geleistet. Dann wurden wir unseren Seminarschulen zugeteilt und sind von unserem Seminarlehrer Herrn Hauer begrüßt worden, der uns über den Ablauf der Woche informierte. (Man erhält im Vorfeld Ende Juli/Anfang August einen Bescheid über die Seminarschule, der jedoch nur vorläufig ist. Es können sich aufgrund von Absagen u.ä. bis zuletzt am Vereidigungstag noch Korrekturen bei der Zuteilung zu den Seminarschulen ergeben.)

 

Der erste Tag an der Seminarschule

Am erste Tag an der Seminarschule wurden wir von Herrn Hauer in Empfang genommen, der uns zunächst mit den Räumlichkeiten der Schule vertraut machte. Für das erste Jahr steht den Referendaren ein eigenes, gut ausgestattetes Seminarzimmer zur Verfügung. Die Vorstellung für das Lehrerkollegium fand in der Eröffnungskonferenz statt.

 

Die ersten Wochen

Das erste Jahr der Ausbildung beginnt mit dem Kennenlernen des Schulbetriebs. In diesem Zusammenhang hospitieren wir Referendarinnen und Referendare bei anderen Kollegen im Unterricht und sammeln erste Erfahrungen in eigenen Unterrichtsversuchen. Die ersten Fachseminare, die wöchentlich an der Seminarschule mit Herrn Hauer stattfinden, wurden insbesondere genutzt, uns die organisatorischen Grundlagen der Schulpraxis und das Verständnis eines handlungsorientierten Unterrichts näher zu bringen. Die Referendarinnen und Referendare, die ein Zweitfach (z.B. Englisch, Mathematik) studiert haben, haben ein zweites Fachseminar an einem anderen Seminarort.

 

Das weitere Jahr im Überblick

Nach den Herbstferien übernimmt jede Referendarin / jeder Referendar wöchentlich sechs Unterrichtsstunden von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, die uns während des ganzen Schuljahres begleiten. Unser Seminarlehrer Herr Hauer – unterstützt durch das gesamte Kollegium der Schule – betreut uns im Schulalltag. Die Fachseminare zu Beginn des abgedeckten Unterrichts werden intensiv genutzt, Unterrichtsstunden gemeinsam zu reflektieren. Durch die Teamarbeit bei der Vorbereitung und auch bei der kritischen Nachbereitung von Unterrichtseinheiten helfen wir uns gegenseitig und erweitern auf diese Weise unsere eigenen Kompetenzen.

Ab Mitte des Schuljahrs werden die Unterrichtsstunden auf ca. 10 Stunden erhöht. Die Referendarinnen und Referendare, die ihr Studium ohne Zweitfach abgeschlossen haben, unterrichten ab Februar eine Stunde Deutsch wöchentlich.

Im Zeitraum von März bis Juli absolvieren wir zwei Lehrproben in unterschiedlichen Fächern und Klassen, die wir aus unserem Unterricht kennen. Für die Vorbereitung auf eine Lehrprobe stehen uns jeweils sieben Tage zur Verfügung. Die Beurteilungen der Lehrproben gehen in die Gesamtnote für das Zweite Staatsexamen ein.

Kontakt

Berufsschule II Rosenheim | Wittelsbacherstr. 16a | 83022 Rosenheim | Tel.: 08031 2168-0 | Fax: 08031 2168-49 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!